Normandie 2012

16.06.-01.07.2012

ca. 2200 km

 

Hier eine Übersichtskarte:

Normandie 2012
Große Auswahl an Landkarten: http://www.stepmap.de/landkarten
StepMap Normandie 2012

 

 

1. Tag: Samstag, 16.06.12

Recklinghausen - Brügge

 

Lange haben wir darauf gewartet und nun endlich geht es los in Richtung Nordfrankreich! Unser erstes Etappenziel für heute heisst Brügge. Der kleine Stadtcampingplatz "Memmling" in Brügge begrüsst uns bei bestem Wetter mit Sonnenschein!

 

 

Flux machen wir uns auf den Weg und laufen in die Stadt, um uns die kleinen, alten Giebelhäuser anzuschauen. Brügge ist eine Touristenattraktion mit den vielen Grachten, den Kutschen und den hübsch aneinander gereihten kleinen Häusschen.  Und bei schönem Wetter finden sich hier Unmengen an Menschen, besonders dann, wenn auch noch Stadttriathlon stattfindet! Mit soviel Eindrücken sind wir ein wenig überfordert und entschliessen uns auf dem Heimweg hier in Brügge nochmal halt zu machen, um in Ruhe die Stadt zu geniessen!

 

 

2. Tag: Sonntag, 17.06.2012

Brügge - Le Treport

 

Wir brechen auf und wollen heute das Tor der Normandie "Le Treport" erreichen. Die Mautgebühren von 7,70 € für ein Womo halten sich in Grenzen und am Nachmittag erreichen wir den Stellplatz in Le Treport direkt oberhalb der Steilküste. Die Sonne wärmt uns und wir unternehmen eine kleinen Spaziergang oben auf den 100 meter hohen Klippen in Richtung Treport.

Um ins Städtchen zu gelangen kann man kostenlos den Auzug benutzen, der uns hinunter an den Strand bringt. Wir schlendern ein wenig zum Leuchtturm, am Hafen entlang und wundern uns über die enorme Ebbe ( Höhenunterschied bis zu acht Meter!).

 

 

 

 

3. Tag: Montag, 18.06.2012

Le Treport - Criel sur Mer - Dieppe - Veules les Roses - St.Valery en Ceaux

 

Zum späten Frühstück geht es dann nach Criel sur Mer, gucken uns den kostenlosen Stellplatz direkt am Meer an und parken nicht unweit davon, um uns zu stärken. Das Wasser schimmert in hellen türkisfarben und die Brandung ist auch nicht ohne.

 

 

 

 Und wieder gibt es viel zu sehen und zu fotografieren... das Meer, die schillernden Farben der Steine und die Aussicht auf die Steilküste. Die Wände sind weiss von dem hohen Kreidegehalt, das Meer rauscht und in der Brandung rollen die vielen kleinen Steine... ein eigentümliches Geräusch ensteht.

 

 

 

Ein schönes Fleckchen, um sich auszutoben, zu entspannen und zu geniessen...

 

 

 

Wir fahren weiter bis Dieppe und besichtigen die alte Burg, die gut 30 Meter über den Steilklippen erbaut wurde. Von hier oben hat man auch wieder einen tollen Blick auf die Stadt, den Strand und Hafen, aber auch wieder auf die uns begleitende Steilküste.

 

Sitting Panorama

 

 

Weiter geht es über die küstennahe D75 in Richtung St. Valerey en Ceaux. Kleine urige Dörfer reihen sich aneinander. In Veules les Roses machen wir einen Zwischenstopp und erfreuen uns an den unterschiedlichsten Rosenarten, dem kleinsten Fluss Frankreichs ( 1100 meter ) und vielen alten Fachwerkhäusern, die teilweise schick mit Reet bedeckt sind.

 

 

 

 

 

Wir wollen den Tag in St. Vallery en Ceaux ausklingen lassen, nur leider ist der Stellplatz am Hafen dermassen überfüllt, dass wir auf den Campingplatz ausweichen müssen. Auch nicht schlimm, aber die Atmosphäre am Hafen ist schon schöner... für´s nächste Mal wisssen wir Bescheid und fahren solch einen Stellplatz halt ein bisschen früher an!

 

 

4. Tag: Dienstag, 19.06.2012

St. Valery en Ceaux - Les petites dalles - Etretat

 

Wir versuchen möglichst nah an der Küste zu bleiben und finden herrliche kleine Küstenstrassen... kleine Serpentinen, an- und abfallende Strässchen durch winzige Orte. In Les Petites Dalles finden wir einen wirklich schönen Platz zum Frühstücken... recht menschenleer!

 

 

 

Gestärkt geht es weiter in Richtung Fecamp, auf unserem Weg begegnet uns die Notre Dame du Salut und lädt zum Verweilen ein... denn bei gutem Wetter ist die Aussicht herrlich!

 

 

 

 

 

Unser Etappenziel für heute ist Etretat. Am alten Bahnhof ist ein Stellplatz für Womos. Der Weg bis hinunter an den Strand ist nicht weit und so schauen wir uns bei gutem Wetter noch ein bisschen die Stadt an.

 

 

 

Und dann runter zum Strand

Falaise D´Amont und Falaise D´Avale

 

 

 

 

 

Ein schöner, erlebnisreicher Tag geht zu Ende mit einem endgenialen Sonnenuntergang.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4. Tag: Mittwoch, 20.06.2012

Etretat - Honfleur

 

Wir machen uns auf den direkten Weg nach Honfleur, wollen einen Platz auf dem grossen Stellplatz der Stadt ergattern. Insgesamt stehen 100 Plätze zur Verfügung, obwohl wir in der Nebensaison unterwegs sind, haben wir die Erfahrung gemacht, dass es doch sehr voll werden kann... uns so sieht es dann auch aus!

Direkt hinter der Pont du Normandie liegt das kleine, alte Städtchen mit vielen kleinen Cafes und Bars und dem schnuckeligen Hafeninnenbecken.

 

 

 

Wir sind heute mal ganz touristisch unterwegs und fahren mit dem Boot hinaus zum Pont du Normandie, drehen eine kleine Runde und schmeissen einen Blick auf die Cote de Fleurie... die Steilküste fehlt uns jetzt schon!

 

 

 

 

Zurück von der Bootstour schlenzen wir noch ein wenig durch die engen Gassen und lassen die alten Mauern auf uns wirken...

 

 

 

 

 

 

 

5. Tag: Donnerstag, 21.06.2012

Honfleur - Trouville - Deauville - Omaha Beach

 

Wir verlassen das kleine, aber touristische Hafenstädtchen und halten uns an der Cote du Fleurie. An uns ziehen Badeorte wie Trouville und Deauville vorbei, ohne dass sie uns auf irgendeine Art und Weise beeindrucken können!

Am Juno Beach erhalten wir den ersten tieferen Eindruck! Was muss sich im Juni 1944 hier an der Küste zugetragen haben...

 

 

 

Die Geschichte des D-Days wird uns in einem nahegelegenen Kino auf eindrucksvolle Weise dargestellt. In Arromanches sur Mer gibt es ein "Cinema Circulaire", welches einen sehr beeindruckenden Film zeigt, der schon sehr nah geht!

 

 

 

Für heute reicht es uns und wir beschliessen auf dem nächsten Campingplatz den Tag ausklingen zu lassen.

 

 

 

6. Tag: Freitag, 22.06.2012

Omaha Beach - Pointe du Hoc - Deutscher Soldatenfriedhof

 

An der gesamten Küste begleitet uns immer wieder die Geschichte, viele kleine Museen, Soldatenfriedhöfe, Plakate und Gedenksteine...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Traurig, mit vielen Eindrücken verlassen wir die Küste und fahren ins Landesinnere, um dort das erste Mal die "France Passion" Plakette auszuprobieren. Wir finden einen Ziegenkäsehof, wo wir kostenlos für eine Nacht bleiben dürfen. Wir belohnen uns noch mit frischen leckeren Ziegenkäse und versuchen uns wieder in Urlaubsstimmung zu versetzen!

 

 

 

7. Tag: Samstag, 23.06.2012

Carteret

 

Das Wetter verschlechtert sich und mit den Eindrücken von den letzten Tagen fahren wir in Richtung Cateret, ein wenig Seeluft schnuppern und einfach mal abschalten. Doch irgendwie fällt uns das Abschalten schwer...

 

 

 

8. Tag: Sonntag, 24.06.2012

Carteret - Domaine du Lieu Cheri

 

Wir besuchen ein Calvadosgut in Camembrer, probieren das edle Tröpfchen und fahren nun der Sonne hinterher. Da uns der letzte Aufenthalt beim Ziegenhof so gut gefallen hat, wollen wir diesmal ein Calvadosgut aus dem France Passion Buch erproben. Unser Navi schickt uns ins kurvige Hinterland und gegen Abend stehen wir auf einem Parkplatz eines sehr gepflegten, alten Hofs mit supernetten Besitzer und schönem Fachwerk!

 

 

 

Das Wetter wird besser und verwöhnt uns am Abend noch mit einem wirklich schönem Sonnenuntergang.

 

 

 

 

 

 

 

 

9. Tag: Montag, 25.06.2012

Le Bec Hellouin - Louviers - Saint Marcel

 

Wir hatten eine ruhige Nacht, ein alter Calvados hat noch seinen Besitzer gewechselt und so machen wir uns wieder auf den Weg. Das kleine Dorf oberhalb von Brionne inmitten von Wäldern empfängt uns mit altem Fachwerk und einer recht grossen Abtei.

 

 

 

Am heutigen Tag irren wir ein wenig durch´s Land und enden dann in St. Marcel, ein kleiner Ort in der Nähe von Giverny.

 

 

10. Tag: Dienstag, 26.06.2012

St. Marcel - Giverny - Jumieges

 

Auf dem heutigen Plan steht der Garten von Monet, nur leider regnet es schon die ganze Zeit... na toll! Trotzdem  stürzen wir uns mit vielen Anderen in die Gärten...

 

 

 

Der weitere Weg führt uns an der Seine entlang, kurz mit der Fähre einmal kostenlos übersetzen und dann machen wir Station in Jumieges auf dem Campingplatz.

 

 

11. Tag: Mittwoch, 27.06.2012

Jumieges - Neufchatel en bray - Mers les bains

 

Wir verbringen eine lange Zeit in der alten Ruine von Jumieges, erfreuen uns an den wenigen Touristen, die sich hier her verirrt haben, im Gegensatz zum Garten von Monet!

 

 

 

 

 

 

 

Unser nächstes Ziel ist ein Käsehof in der Gegend von Neufchatel, dort kaufen wir direkt vom Hof den superleckeren Käse in Herzform und machen uns dann in aller Ruhe auf nach Mers les bains, um dort zwei Tage auf einem Campingplatz durchzuschnaufen, das Erlebte zu verinnerlichen und nochmal die Sonne zu geniessen!

 

 

12. Tag: Donnerstag, 28.06.2012

Mers les bains - Le Treport

 

Unseren letzten Urlaubstag in Frankreich verbringen wir zum Teil im Pool und auf dem Fahrrad. Schauen ein letztes Mal uns die Steilküste an... es ist unendlich schwül!!!

 

 

 

Zum Abschied gibt es noch ein ordentliches Gewitter, einen Notfall auf dem Campingplatz mit Martinshorneinsatz und Grillfleisch.

 

 

13. Tag: Freitag, 29.06.2012

Mers les bains - Brügge

 

Unseren letzten Urlaubstag verbringen wir wieder in Brügge. Schauen uns nochmal die Stadt mit ihren kleinen Häusern an, machen eine typisch touristische Grachtenfahrt, essen belgische Fritten und zum krönenden Abschluss gibt es noch eine überteuerte Kutschfahrt!

 

 

Fazit:

Am besten hat uns die Alabasterküste gefallen. Bei schönem Wetter sehen die Kreidekalkfelsen gewaltig aus und geben auch ein besonderes Licht im Kontrast mit dem türkisfarbenen Meer. Die Geräuschkulisse am Kiesstrand ist auch recht imposant!

Toiletten sind in Frankreich immer wieder ein ganz besonderes Highlight... mal zum Stehen, mal ohne Toilettenbrille, aber immer wieder anders!

Neben den alten "Steinhäusern" gibt es auch viel Fachwerk zu bewundern!

Die D-Day Küste gehört dazu!

Überwiegend nette Franzosen haben wir angetroffen, besonders im Hinterland! France Passion würden wir jedem empfehlen, wenn es gerade auf dem Weg liegt!

Monets Garten müssen wir nicht nochmal haben...

Am schönsten waren die kleinen Dörfer entlang der Alabasterküste, die kaum im Reiseführer beschrieben sind, aber einen besonderen Flair ausstrahlen!

Absolut empfehlenswert!!!